Einladung zur vogelkundlichen Wanderung am 17. April
Donnerstag, den 14. April 2011 um 08:08 Uhr
Als Renner entpuppt sich bei der aktuell zumeist freundlichen Frühlingswitterung die beliebte naturkundliche Veranstaltungsreihe des Vogel- und Naturschutztierparks Herborn unter dem Motto „Der Natur auf der Spur“. So konnte das Vogelparkteam beim Amphibienaktionstag „Sei (k)ein Frosch“ am 9. April mehr als 800 Besucher begrüßen.
Am kommenden Sonntag, 17. April, folgt bereits der nächste Höhepunkt dieser Reihe:
Unter der Leitung des Vogelexperten Dirk Behnert, Vorstandsmitglied des Naturschutz- und Fördervereins Vogelpark Herborn-Uckersdorf e. V., lädt das Vogelparkteam für 7.00 Uhr zu einer Wanderung durch die herrliche Landschaft am Rande des Herborner Ortsteils Uckersdorf ein. Treffpunkt ist an der Kasse des Vogelparks.
Durch Lösen einer Eintrittskarte erhalten Naturfreunde sowohl die Möglichkeit der Teilnahme an dieser interessanten Vogelstimmenwanderung, wie auch zum anschließenden Besuch des beliebten Naturerlebniszentrums. Diplom-Biologin Christin Trapp stellt den vogelkundlich Interessierten in einer Sonderführung ab ca. 10.00 Uhr die Neuigkeiten aus dem Vogelpark vor. Dabei besteht zudem exklusiv die Möglichkeit, die Baustelle der neuen Erdmännchenanlage zu besichtigen. Und natürlich wird die Herborner Zoopädagogin interessierten Naturfreunden und Lehrkräften auch das Programm der neuen Zooschule des Vogelparks näher vorstellen.
Selbstverständlich haben die Jahreskarten für den Vogelpark, die zum günstigen Preis von € 20,- für Erwachsene, € 7,50 für Kinder und gar nur € 45,- für Familien (Eltern mit ihren minderjährigen Kindern) an der Tageskasse erworben werden können, auch für die Vogelstimmenwanderung Gültigkeit. Jahreskarten des Herborner Naturerlebniszentrums erfreuen sich nicht zuletzt aufgrund des attraktiven diesjährigen Veranstaltungsprogramms mit noch über einem Dutzend attraktiver Sonderveranstaltungen steigender Beliebtheit, und sind auch eine gute Geschenkidee.
(c) Foto: Ingrid Koch
Naturerlebnistag gibt Einblicke in das spannende Leben der Amphibien
Dienstag, den 05. April 2011 um 07:29 Uhr
„Fressen oder gefressen werden“, auf diesen einfachen Nenner lässt sich eine der wichtigen Rollen bringen, die unsere Amphibien oder Lurche im Naturhaushalt spielen. Natürlich sind die Zusammenhänge in den Nahrungsnetzen in der Natur oftmals sehr viel komplexer, aber nicht minder interessant.
Große und kleine Naturfreunde können das am Sonntag, den 10. April im Vogelpark Herborn erleben. Im Rahmen von Sonderführungen stellt das Team des beliebten Naturerlebniszentrums im Stadtteil Uckersdorf verschiedene einheimische sowie einige tropische Amphibien näher vor und gibt einen Einblick in das spannende Leben dieser wechselwarmen Tiere.
Während Meister Adebar, der Storch, die Ringelnatter oder auch verschiedene Raubfische die Amphibien zum Fressen gerne haben, sind diese andererseits wertvolle Vertilger von Schnecken sowie von Mücken und anderen für Menschen und verschiedene Tiere bisweilen lästige Insekten.
Kurzum, die weltweit etwa 6.000 Amphibienarten sind wichtige Bestandteile der biologischen Vielfalt, die leider zu einem großen Teil hochgradig von der Ausrottung durch den Menschen bedroht sind! Mehr als ein Drittel der Amphibienarten gelten weltweit als bedroht. Seit 1980 sind schon mehr als 120 Lurcharten ausgestorben und damit für immer von unserem Erdball verschwunden. Man spricht gar vom schlimmsten Aussterbeprozess seit dem Verschwinden der Dinosaurier!
Am Sonntag haben große und kleine Naturfreunde im Vogelpark Herborn die Möglichkeit, die jetzt zur Zeit der Fortpflanzung wunderschön gezeichneten und unter Naturschutz stehenden Berg- und Teichmolche einmal aus nächster Nähe zu betrachten oder einer Erdkröte in die wunderschön goldenen Augen zu schauen.
Die Sonderführungen werden im Vogelpark um 11.30, 13.30, 15.00 und 16.30 Uhr angeboten. Treffpunkt ist jeweils der Eingang des Parks.
(c) Foto: Vogelpark Herborn
Das Vogelparkteam bittet Autofahrer um verstärkte Rücksichtnahme auf liebeshungrige Lurche
Montag, den 28. März 2011 um 10:49 Uhr
Und das nicht alleine zur Freude der zahmen Papageien um die Publikumslieblinge Molukkenkakadu „Coco“, Aramädchen „Rickie“ und Graupapagei „Jacko“, denen es in ihrem Winterquartier aufgrund ihrer besonders starken Menschenbezogenheit bisweilen doch ein wenig langweilig wurde. Auch zahlreiche Naturfreunde aus Mittelhessen, dem Siegerland oder dem Westerwald, sowie mit steigender Tendenz auch aus dem Taunus und Nordhessen, genießen die frühlingshafte Atmosphäre in Herborns beliebtem Vogelpark. Bis zum 27. März passierten bereits etwa 3.000 Besucher die Tore des Parks, davon alleine knapp 700 beim ersten diesjährigen Aktionstag, der in Kooperation mit der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (HGON) als Schwalbenaktionstag ausgerichtet wurde.
Und getreu dem Motto, dass „eine Schwalbe noch keinen Sommer macht“, setzt sich das Naturschutzengagement des Vogelparkteams natürlich auch weiterhin fort: Aus aktuellem Anlass macht Vogelparkleiter Wolfgang Rades jetzt darauf aufmerksam, dass nach dem langen und harten Winter neben menschlichen auch zahlreiche tierische Besucher die naturnahen Anlagen des Herborner Naturerlebniszentrums aufsuchen.
Denn mit den ersten wärmenden Sonnenstrahlen und den endlich wieder steigenden Temperaturen erwachen nicht nur bei vielen Menschen Frühlingsgefühle: Auch die meisten Lurche beenden in diesen Tagen ihre Winterruhe und begeben sich, bevorzugt bei nächtlichen Temperaturen von über fünf Grad und feuchter Witterung, auf die saisonale Wanderung zu ihren Laichgewässern, von denen einige eben auch inmitten des Vogelparks liegen. Wie Rades mitteilt, befahren deswegen derzeit auch zu Ladezwecken keine Autos mehr nach Einbruch der Dunkelheit die Zuwegung zum Vogelparkeingang.
Doch nicht nur die sich im Vogelpark Herborn fortpflanzenden Lurche sind gefährdet: Landesweit lassen alljährlich aufgrund der Zerschneidung der Lebensräume durch menschliche Verkehrswege abertausende der geschützten Grasfrösche, Erdkröten und Molche ihr Leben beim Versuch, ihre Laichgewässer zu erreichen und sterben unter Autoreifen.
„Aufgrund ihrer behäbigen Fortbewegungsweise kommen beim Versuch, die Straßen zu überqueren, schon bei einer Verkehrsdichte von weniger als zehn Autos pro Stunde neun von zehn Lurchen ums Leben!“ betont der Herborner Diplom-Biologe, der seine Abschlussarbeit an der Universität Bonn über die Ökologie der heimischen Kriechtiere und Lurche geschrieben hatte.
Rades: „Natürlich können in diesen Frühlingswochen, bei allem vorbildlichen Engagement, nicht überall Mitglieder von Naturschutzgruppen wie die des NABU, des BUND oder der HGON die Strecken durch Aufstellen von Krötenschutzzäunen und Fangeimern sichern. Um so wichtiger ist die Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme der Autofahrer, um die wir im Interesse des Naturschutzes herzlich bitten!“
Denn trotz ihrer geringen Größe sind selbst die meisten der aus der Entfernung recht unscheinbaren Amphibien von aufmerksamen Autofahrern zu erkennen. Wenn diese bei Sichtung der ersten Lurche ihre Geschwindigkeit auf unter 30 Stundenkilometer drosseln, so können sie vorsichtig um die gefährdeten Tiere herumfahren.
Schon recht gut können die Besucher in den Teichen des beliebten Herborner Naturerlebniszentrums die ersten Grasfrösche und Erdkröten beim Laichgeschäft beobachten – ein Grund mehr, dem Vogelpark in Herborn-Uckersdorf auch schon einmal im zeitigen Frühling einen Besuch abzustatten.
Die Öffnungszeiten des Vogelparks sind täglich von 9.30 Uhr bis 19.00 Uhr, der Dunkelheit, der letzte Einlass ist um 18.00 Uhr. Der Eintrittspreis beträgt wie in den Vorjahren € 5,00 für Erwachsene, € 2,00 für Kinder und € 12,00 für Familien. Natürlich sind auch Tierfreunde in Begleitung ihres angeleinten Hundes willkommene Gäste im Herborner Vogelpark.
(c) Foto: Vogelpark Herborn
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