Informationsbesuche der Bundestagsabgeordneten Priska Hinz, des Papageienexperten Werner Lantermann sowie einer Delegation der Stadt Viernheim und ihres Vogelparks
Montag, den 30. August 2010 um 10:18 Uhr
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Ausgerechnet den extrem verregneten Tag des Alten Handwerks hatte sich am 15. August der als Autor zahlreicher Fachbücher renommierte Oberhausener Papageien- und Reptilienexperte Werner Lantermann für einen Abstecher in den „etwas anderen“ Vogelpark im Herborner Stadtteil Uckersdorf ausgesucht. Und er war trotz dieser unglücklichen Umstände voll des Lobes für den Herborner Tiergarten. Dieses Lob teilte er allerdings erst einige Tage später telefonisch dem Herborner Vogelparkleiter Wolfgang Rades mit. Lantermanns Besuch war nämlich bewusst inkognito erfolgt.
Der Tierexperte bestätigte, dass Herborns Naturerlebniszentrum völlig zu recht als eine Perle unter den kleineren Tiergärten gilt. Besonders imponierte Werner Lantermann die Naturnähe der in eine herrliche Mittelgebirgslandschaft eingebetteten Volieren und Gehege sowie das Konzept des Vogelparks, als Naturerlebniszentrum neben den im Mittelpunkt stehenden Vögeln auch weitere Vertreter des Tierreichs wie kleinere Säugetiere, Kriechtiere und Lurche zu zeigen. Auch über die Ankündigung, dass die Pflege der Papageien durch die Errichtung von begehbaren Freiflugvolieren im Zuge der hoffentlich schon bald beginnenden Parkerweiterung weiter verbessert werden soll, zeigte sich Lantermann sehr erfreut.
Rades freute sich natürlich sehr über diese Anerkennung der Arbeit des Vogelparkteams aus so berufenem Mund, auch wenn der Herborner Diplom-Biologe ebenso wie die gleichfalls an diesem Tag diensthabende Zoopädagogin Christin Trapp und Tierpfleger Andreas Trapp es vorgezogen hätte, sich unmittelbar mit dem Oberhausener Biologen ein wenig austauschen zu können.
Ein direkter Austausch der beiden Herborner Biologen mit einem weiteren prominenten Gast erfolgte dann wenige Tage später am 19. August mit der Herborner Bundestagsabgeordneten der Grünen, Priska Hinz, die den Vogelpark am Donnerstag im Rahmen ihrer Sommertour besuchte. Als bildungspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen war Priska Hinz natürlich besonders an der Verbesserung der Möglichkeiten des Herborner Vogelparks als außerschulischer Lernort durch den Aufbau einer Zooschule interessiert, der aktuell insbesondere durch die seit April in Uckersdorf beschäftigte Diplom-Biologin Christin Trapp erfolgt.
Die grüne Bundestagsabgeordnete betonte die Bedeutung des Vogelparks als Naturerlebniszentrum insbesondere für Kinder. Priska Hinz: „In unserer so sehr vom Konsum dominierten Gesellschaft können hier durch die unmittelbare Begegnung mit Vertretern der biologischen Vielfalt wertvolle ideelle Werte vermittelt werden.“
Die Agenda 21 schreibt den Zoologischen Gärten einen besonderen Wert im Bereich der Umweltbildung zu. Folglich sei die Errichtung einer Zooschule ebenso ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung wie die geplante Erweiterung des Vogelparks. „Die Parkerweiterung kann sowohl weitere Verbesserungen in der Tierhaltung ermöglichen als auch durch eine Erweiterung des Artenspektrums die Bedeutung des Herborner Vogelparks sowohl als außerschulischer Lernort als auch als touristische Attraktion weiter erhöhen. Deshalb ist Vogelparkförderung auch Wirtschaftsförderung!“ betonte Priska Hinz zum Abschluss ihres Informationsbesuchs.
Viel Anerkennung erhielt Herborns Vogelpark auch von einer neunköpfigen Delegation aus dem südhessischen Viernheim um Bürgermeister Matthias Baaß und den Vorsitzenden des Vereins für Vogelschutz- und –pflege Vogelpark Viernheim e.V., die sich am 20. August in Herborn über das Herborner Modell der Kooperation der Stadt und des Vogelparkvereins in der seit 2003 bestehenden gemeinnützigen Vogelpark Herborn GmbH informierten. Neben Vogelparkleiter Wolfgang Rades ließ es sich auch Herborns Bürgermeister Hans Benner als Aufsichtsratsvorsitzender nicht nehmen, die Gäste aus der Metropolregion Rhein-Neckar zu begrüßen und sie über das in nunmehr knapp acht Jahren in Herborn erfolgreich erprobte Modell zu informieren.
(c) Foto: Koch
Kultur und Natur am Sonntag in Herborn-Uckersdorf Begegnung handwerklicher Traditionen mit der Kinderstube vieler Tiere beim 12. Tag des alten Handwerks im Vogelpark
Donnerstag, den 12. August 2010 um 07:48 Uhr
Zu einem der Höhepunkte der diesjährigen Vogelparksaison kommt es beim beliebten „Tag des alten Handwerks“ als besonders reizvolles Miteinander von Kultur und Natur am Sonntag, den 15. August im Vogelpark in Herborns Stadtteil Uckersdorf:
Zum schon zwölften Mal präsentiert der Vogelpark verschiedene traditionelle Zünfte aus unserer Region. Erstmals erhält diese beliebte Großveranstaltung neben der Vielfalt der in Herborns Naturerlebniszentrum lebenden Tierwelt aus aller Welt zudem kulturell internationales Flair durch die Präsentation afrikanischen Kunsthandwerks durch die Organisation Christs Hope, die darüber hinaus über ihre Bildungsprojekte in Namibia, Zimbabwe, Kongo, Kenia, Tansania und Sambia informieren wird.
Noch vor dem Beginn der handwerklichen Aktivitäten findet um 10.00 Uhr auf dem Spielplatz am Vogelpark als erster und besonders festlicher Höhepunkt dieses Sonntages ein ökumenischer Freiluftgottesdienst unter dem Motto „Gottes wunderbare Schöpfung bewahren“ statt.
Und auch in der Zeit bis zum offiziellen Beginn des Handwerkertags um 13.00 Uhr wird den großen und kleinen Vogelparkbesuchern nicht langweilig werden. Denn aktuell gibt es in Herborns familienfreundlichem Naturerlebniszentrum bekanntlich besonders viele Jungtiere zu bewundern. Die Palette reicht von jungen Meerschweinchen und Zwergziegen über ein kleines Parmakänguru und die gleich sechs Köpfe zählenden Jungtiere von Schneeeule „Hedwig“ sowie jungen Heiligen und Roten Ibissen bis zum dreiköpfigen Kindergarten bei den zuletzt bundesweit für Schlagzeilen sorgenden Rosa Flamingos um „Siegfried“ und „Roy“. Und natürlich lädt das Vogelparkteam auch wieder um 11.30 Uhr zur beliebten Führung „Mit dem Tierpfleger unterwegs“ ein.
Von 13.00 bis 18.00 Uhr verwandelt sich der Vogelpark dann in bewährter und beliebter Weise in eine Art "Museumsdorf". Auf den Wegen des Naturerlebniszentrums werden verschiedene Akteure alte Handwerks- und Handarbeitskünste wieder aufleben lassen.
Auf dem großen Kinderspielplatz bearbeitet Schmied Anton Schüler rotglühendes Eisen und versetzt nicht nur alle Zuschauer in Staunen, sondern ermöglicht darüber hinaus auch kleinen Nachwuchsschmieden, sich einmal in der Kunst dieses traditionsreichen Handwerks zu versuchen. Stuhlflechter Manfred Wiesner erweckt alte Stühle zu neuem Leben, während die Kunst des Korbflechtens bei Günter Hennig und das traditionsreiche Gewerk des Rechenmachens bei Erhard Peusch zu sehen sind.
Inge Wagner und Christa Ernst begeistern mit ihrer Klöppelkunst. Am Spinnrad ist Edith Fischer zu bewundern, während Hanni Schlerege beim Sticken ein weiteres nostalgisches Frauen– Handwerk vorführt.
Werner Heupel bindet nicht „nur“ Besen, sondern er weiß darüber hinaus ebenso wie Margot Weigel alles über die traditionsreiche und für den Naturhaushalt und die Bewahrung der biologischen Vielfalt im Norden des Lahn-Dill-Kreises und angrenzendem Rothaargebirge, wo auch das seltene Haselhuhn noch vorkommt, so immens wichtige Haubergswirtschaft.
Regina Marek pflegt das Kunsthandwerk des Blaudrucks und auch Werner Kraus wird als geschickter Seilmacher zahlreiche Vogelparkbesucher begeistern.
Einmal mehr verdeutlicht die Fingerfertigkeit der engagierten Akteure, wie kunstvoll, aber auch unter körperlichem Einsatz in der „guten, alten Zeit“ die Gegenstände des täglichen Lebens hergestellt wurden. Und natürlich werden die Handwerker ihr Können nicht nur vorführen. Kleine und auch große Vogelparkbesucher können ihr Geschick bei verschiedenen Zünften selbst unter Beweis stellen und zeigen, ob sie damals auf solch kunstvolle Weise ihr Brot hätten verdienen können.
Das der Handwerkertag im Vogelpark alljährlich zum auch überregional bedeutsamen Publikumsmagneten wird, hängt sicherlich von der einzigartigen Atmosphäre auf den idyllischen Wegen des Vogelparks ab. Wo sonst wuselt ein Zwerghuhn mit Küken um die Füße einer Klöpplerin herum oder wo ertönt das Klappern eines Storches in der Nachbarschaft des originellen Westerwaldschmieds, der sein Schmiedefeuer schürt?
Naturkundliche Wanderung der HGON am Sonntag im Vogelpark Herborn Naturkundliche Wanderung der HGON
Dienstag, den 03. August 2010 um 06:53 Uhr
Ein Naturerlebnis der besonderen Art bietet der als familienfreundliches Naturerlebniszentrum engagierte „etwas andere“ Vogelpark im Herborner Stadtteil Uckersdorf im Rahmen seiner Veranstaltungsreihe „Der Natur auf der Spur“ am Sonntag, den 8. August, ab 10.00 Uhr.
Die bekannte Spinnen- und Fledermausexpertin Ulla Schäfer von der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz HGON wird unter dem Motto „Pfui Spinne – oder etwa nicht?“ der Vogelpark und seine Umgebung auf diese achtbeinigen Krabbeltiere untersuchen und interessierten Naturfreunden nahe bringen..
Spinnen gehören wie Insekten, Krebstiere und Tausendfüßer zu den Gliedertieren.
Alleine in Deutschland leben mehr als 1000 Arten dieser zu Unrecht so verrufenen und für den Naturhaushalt – als Räuber wie auch als Beute – so wichtigen achtbeinigen Tiere. Im und am Vogelpark sind die sonnenexponierten Wiesenflächen sowie die Waldränder am Fuße des Westerwaldes ein idealer Lebensraum auch für Spinnen.
Ulla Schäfer gelingt es auf unterhaltsame Weise eindrucksvoll, Vorurteilen gegen diese bei genauerer Betrachtung durchaus faszinierenden Tiere zu begegnen und Interesse, bei vielen großen und kleinen Naturfreunden sogar Begeisterung für diese für den Naturhaushalt so wichtigen Gliedertiere zu wecken.
Für den Vogelparkeintritt in Höhe von € 5,00 für Erwachsene und € 2,00 für Kinder können Naturfreunde nicht nur an dieser interessanten naturkundlichen Veranstaltung teilnehmen.
Darüber hinaus erhalten sie im Anschluss an die spinnenkundliche Wanderung die Möglichkeit, ab 12.30 Uhr bei einer etwa einstündigen Führung mit Parkleiter Wolfgang Rades den Herborner Vogelpark zu erkunden und Neuigkeiten über seine Bewohner um Kakadu „Coco“, Schneeeule „Hedwig“ und ihre sechs Jungen, Uhu „Franz“, Storch „Adebar“, die vier Lisztäffchen sowie nicht zuletzt über die Kinderstube der Flamingos, Roten und Heiligen Ibisse, Balistare, Gelbbrustaras, Lachenden Hänse und Parmakängurus zu erfahren.
Spannende Informationen gibt es auch über das Leben zahlreicher anderer Tiere wie der Schildkröten, Ringelnattern, Königspythons oder der Meeresfische um Clownfisch „Nemo“.
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