Der Natur auf der Spur am und im Vogelpark mit Werner Becker Flamingonachwuchs, Foto-Ausstellung „Augenblicke“ und pflanzenkundliche Wanderung
Dienstag, den 06. Juli 2010 um 08:48 Uhr
Getreu dem Motto „Der Mensch ist nur bereit zu schützen, was er kennen- und lieben gelernt hat“, bietet der Vogelpark im Herborner Stadtteil Uckersdorf auch in diesem Sommer seinen Freunden verschiedene naturkundliche Veranstaltungen in der herrlichen Landschaft in und um das beliebte Herborner Naturerlebniszentrum an. Natürlich gilt es dabei auch, groß und klein für die Schönheit der heimischen Natur zu begeistern.
Im Rahmen dieser Veranstaltungsreihe findet in Kooperation mit dem Vogelparkverein und den Freunden der Flora Herbornensis am Samstag, den 10. Juli, um 14.00 Uhr eine pflanzenkundliche Führung unter der Leitung des Medenbacher Pflanzenkundlers Werner Becker statt. Treffpunkt ist der Eingang des Vogelparks.
Neben der Schönheit der aktuell in herrlicher Blüte stehenden Flora – vom Gilbweiderich bis zum verrufenen Jakobs-Kreuzkraut - besteht bei dieser Veranstaltung natürlich auch die Gelegenheit zur Beobachtung der tierischen Highlights, die Herborns Vogelpark derzeit zu bieten hat.
Ganz besonderer Höhepunkt ist dabei zweifellos der kleine Rosa Flamingo, der am 28. Juni das Licht der Welt erblickte. Und während die beiden Eltern mir den Ringfarben links gelb (die Mutter) und rechts grün (der Vater) sich fürsorglich um ihren Nachwuchs kümmern, bebrütet das homosexuelle Flamingopaar (Ringfarben rechts schwarz und rechts weiß) mit großer Fürsorge das ihnen vorübergehend untergeschobene Gipsei. Wie berichtet, sollen „Siegfried“ und „Roy“, wie die beiden inzwischen vom Vogelparkteam getauft wurden, nach Möglichkeit demnächst ein befruchtetes Flamingoei aus dem Brutapparat kurz vor Schlupf untergeschoben bekommen, und so ihre offenkundig stark ausgeprägte elterliche Fürsorge beweisen können.
Weiterhin im Blickpunkt werden beim Rundgang durch den Park natürlich auch das kleine Parmakänguru, die sechs jungen Schneeeulen und vier kleinen Zwergziegen stehen, die in den letzten Tagen zur Welt kamen.
Und auch der Wintergarten im Eingangsgebäude des Vogelparks bietet seit dem 28. Juni neben den hier gezeigten Anemonenfischen, Lurchen, Schlangen und Insekten mit der Fotoausstellung „Augenblicke“ der Angelburger Fotografin Ingrid Koch, ergänzt um einige Motive von Frauke Behnert, eine attraktive Verknüpfung von Natur und Kultur an. Diese Ausstellung entführt bis Mitte August in die Welt der Vogelparks von Herborn und Walsrode und bietet darüber hinaus verschiedene Landschaftsmotive und Portraits aus der Welt des Menschen.
Der Vogelpark Herborn ist täglich von 9.30 bis 19.00 Uhr geöffnet (Einlass bis 18.00 Uhr).
Der Eintrittspreis beträgt € 5,00 für Erwachsene, € 2,00 für Kinder, € 4,00 für Ermäßigte und € 12,00 für Familien (2 Erwachsene mit zwei und mehr eigenen Kindern oder Enkelkindern).
(c) Foto: Koch
Homosexuelle Flamingomänner sorgen für Aufregung Zahlreiche Nachzuchterfolge im Herborner Vogelpark
Sonntag, den 04. Juli 2010 um 10:25 Uhr
Endlich ist in dem am Fuße von Westerwald und Rothaargebirge in herrlicher Landschaft in Herborn-Uckersdorf gelegenen Vogelpark der Sommer eingekehrt. Sogleich steigt die Stimmung bei Mensch und Tier, und es zeigen sich auch vermehrt die Konsequenzen der in diesem Jahr mit einiger Verspätung eingetretenen Frühlingsgefühle bei den befiederten, behaarten oder beschuppten Bewohnern in Herborns Naturerlebniszentrum.
Drei Weißstorchpaare ziehen erfolgreich neun Jungstörche groß. Unter ihnen ist auch das bewährte langjährige Zuchtpaar „Adebar“ und Gabriele“, das aufgrund seiner großen Lebenserfahrung Freiflug geniesst und dadurch gelegentlich auch in der Nachbarschaft des Herborner Vogelparks zu beobachten ist. Mit fast zwei Metern Flügelspannweite bieten die Störche über Uckersdorf ein imposantes Flugbild.
Nicht ohne Stolz verkündet das Vogelparkteam den Schlupf von fünf jungen Gelbbrustaras bei zwei Zuchtpaaren. Die Schneeeulen „Hedwig“ und „Merlin“ ziehen gar gleich vier Jungeulen groß . Möglicherweise sind es sogar fünf oder sechs der mit ihren Daunenfedern puschelig befiederten Jungeulen. Denn das Gelege bestand wie im Vorjahr gar aus sechs Eiern, und um nicht zu stören, konnten die von ihrer Mutter bewachten Kleinen noch nicht genau gezählt werden.
Auch die seltenen, fast putengroßen Rotbrustkrontauben haben wieder mit der Brut begonnen. Da diese seltenen Vögel sehr störungsanfällig sind, ist im Vogelhaus der Bereich ihrer Innenvoliere geschlossen, dennoch entgeht den Tierfreunden nichts wesentliches, denn sie erhalten am Innengehege der possierlichen Lisztäffchen über einen Monitor einen Einblick ins Familienleben der Krontauben. Bei dem sommerlichen Wetter halten sich auch die Bewohner der benachbarten Volieren größtenteils im Freien auf. Dies gilt auch für die schneeweißen und sehr seltenen Balistare, die nach dem ersten Zuchterfolg im Vorjahr auch in diesem Jahr in ihrem Nistkasten in ihrer Außenvoliere zwei Jungvögel aufziehen.
Auch die farbenprächtigen Roten Ibisse aus den Mangrovenwäldern Südamerikas sowie die afrikanischen Heiligen Ibisse sind intensiv mit dem Brutgeschäft und teilweise auch schon mit der Aufzucht ihrer Jungen beschäftigt. In der begehbaren Freiflugvoliere ist das Brutgeschehen bei den Roten Ibissen natürlich besonders gut zu beobachten.
Hier führt auch die unscheinbare Henne des herrlich bunten Satyrtragopans zwei Küken.
Allerliebst sind auch die beiden erst zum Wochenende geborenen Zwergziegen, sowie die nur hummelgroßen Küken der Chinesischen Zwergwachteln, die in der Brutstation des Streichelgeheges gut zu beobachten sind.
Im benachbarten Australiengehege sind die beiden Jungvögel des Lachenden Hans bereits ausgeflogen. Das kleine Parmakänguru ist inzwischen schon so groß geworden, dass es nicht mehr in den Beutel seiner nur hasengroßen Mutter passt.
Beim Vogelparkteam besonders im Blickpunkt steht aktuell das Brutmanagement bei den Rosa Flamingos. Gleich drei Paare sind hier mit der Brut beschäftigt, darunter auch ein homosexuelles Paar. Der Bruttrieb dieser beiden Flamingomännchen ist dermaßen ausgeprägt, dass bedingt durch ihre Eroberungsversuche eines immer nur aus einem Ei bestehenden Geleges leider auch bereits zwei Eier zu Bruch gegangen sind. Um weitere Verluste zu verhindern, haben die Tierpfleger die verbliebenen Eier gegen Gipseier ausgetauscht.
Wenn die Flamingoeier im Brutapparat erfolgversprechend reifen, sollen sie kurz vor dem Schlupf der Jungvögel den Brutpaaren wieder untergeschoben werden. Übrigens spielt dabei
durchaus auch das homosexuelle Flamingopaar eine Rolle bei den Familienplanungen des Vogelparkteams, haben sich doch in anderen Parks homosexuelle Störche und auch Flamingos bereits als sehr liebevolle Eltern erwiesen.
Der Vogelpark Herborn ist täglich von 9.30 bis 19.00 Uhr geöffnet (letzter Einlass um 18.00 Uhr). Der Eintrittspreis beträgt € 5,00 für Vollzahler, € 4.00 für Ermäßigte, € 2,00 für Kinder von drei bis 15 Jahren und € 12,00 für Familien. Hunde dürfen angeleint mit in den Park.
(c) Foto: Koch
Molukkenkakadu wirbt beim Hessentag für Herborn und seinen Vogelpark Hessentagspaar von Coco begeistert
Dienstag, den 22. Juni 2010 um 11:44 Uhr
Dass das städtebaulich zu den schönsten Fachwerkstädten Deutschlands zählende Herborn und sein Vogelpark einen Ausflug wert sind, ist in Hessen ebenso wie im benachbarten Siegerland und Westerwald weithin bekannt.
Dennoch soll es immer noch Mitmenschen geben, die das attraktive Flair des in die herrliche Landschaft des Naturparks Lahn-Dill-Bergland am Fuße von Westerwald und Rothaargebirge eingebetteten mittelhessischen Städtchens noch nicht erleben konnten.
Dementsprechend war eine kleine Delegation der Stadt Herborn und ihres familien-freundlichen Naturerlebniszentrums in Begleitung des Publikumslieblings des Vogelparks, des zahmen Molukkenkakadus „Coco“, kürzlich als Botschafter für Herborn auf dem Hessentag in Stadtallendorf vertreten.
Wie man auf dem Foto von Birgit Ernst unschwer erkennen kann, hat sich auch das Hessentagspaar Mona Lorena Monzien und Fabian Gies von „Cocos“ Charme begeistern lassen. „Coco“ hat sich somit einmal mehr als würdiger Botschafter Herborns erwiesen.
(c) Foto: Birgit Ernst
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