Der Vogelpark Herborn bietet besondere Naturerlebnisse - auch für Hunde (und ihre Besitzer)!
Donnerstag, den 03. November 2011 um 17:15 Uhr
In Mittelhessen, dem angrenzenden Westerwald und dem Siegerland, aber auch darüber hinaus ist der Vogelpark im Herborner Stadtteil Uckersdorf als familienfreundliches Naturerlebniszentrum bekannt. Es versteht sich von selbst, dass Tierfreunde hier besonders herzlich willkommen sind. Was sich hingegen noch nicht so sehr herumgesprochen hat ist der Umstand, dass dies auch für Hundebesitzer mit ihren angeleinten Hunden gilt.
Wie beigefügte Bilder des zahmen Chinesischen Muntjaks „Benno“ mit „Sam“, dem Hund von Vogelpark- Tierärztin Annette Gauly bzw. des Erdmännchens „Snoopy“ mit „Lucy“,der Beaglehündin des Vogelparkleiters, zeigen, bietet sich angeleinten Hunden und ihren Besitzern im Vogelpark die Möglichkeit eines ganz besonderen Naturerlebnisses.
Tabuzonen für Hunde sind lediglich das Warmhaus und auch das begehbare Streichelgehege, in dem die afrikanischen Zwergziegen nicht allzu gut auf Hunde zu sprechen sind. Ansonsten hat Vogelparkleiter Wolfgang Rades aufgrund der positiven Erfahrungen in Herborn, aber auch an seinen ehemaligen Wirkungsstätten in den Tiergärten von Bochum, Heidelberg und Solingen nur wenig Verständnis für den Umstand, dass in einigen Zoos Hunde generell nicht erwünscht sind.
Wie der Biologe mitteilt, sind insbesondere die etwas besucherschwächeren Wochen im Herbst eine gute Gelegenheit für einen Vogelparkbesuch in Hundebegleitung.
Der Vogelpark Herborn ist im November noch bis zum Eintreten harter Winterwitterung mit Eis und Schnee täglich von 9.30 Uhr bis zur Dunkelheit geöffnet. Letzter Einlass ist eine Stunde vor Eintritt der Dunkelheit.
(c) Foto: Vogelpark Herborn
Halloween Special bei Familie Erdmann im Vogelpark Herborn
Montag, den 31. Oktober 2011 um 08:19 Uhr
Das Team des Herborner Vogel- und Naturschutztierparks hat sich für den von vielen Kindern und Jugendlichen als Halloween begangenen 31. Oktober und für den Feiertag Allerheiligen am 1. November etwas besonderes einfallen lassen, um die gemeinnützige Arbeit des Naturerlebniszentrums verstärkt in den Focus zu rücken.
Im Sinne der tiergartenbiologisch notwendigen Verhaltensanreicherung (Fachbegriff "Behavioural Enrichment") bekommt die mittlerweile schon fünfköpfige "Familie Erdmann" aus Südafrika an diesen beiden Tagen in einer Art "Halloween-Special" jeweils um 11.00 und 16.00 Uhr einen ausgehöhlten Kürbis, gefüllt mit Insekten und anderen Leckereien, als interessantes Spielzeug angeboten. Das geschieht natürlich nicht „nur“ zur Freude der possierlichen Schleichkatzen, sondern auch der menschlichen Gäste des Vogelparks, denen sich dankbare Fotomotive bieten.
Der Vogelpark Herborn ist noch bis zum Einbruch dauerhafter harter winterlicher Witterung täglich von 9.30 bis zum Einbruch der Dunkelheit geöffnet. Letzter Einlass ist eine Stunde zuvor.
(c) Foto: Vogelpark Herborn
Ausstellung zum internationalen Jahr der Wälder 2011 bis zum Ende der Vogelparksaison zu sehen
Freitag, den 28. Oktober 2011 um 07:31 Uhr
Anlässlich des Internationalen Jahres der Wälder 2011 hat Helmut Nix, Naturschutz-„Urgestein“ aus Niederscheld, die Ausstellung „Forests For People – Wälder für Menschen“ erstellt. Diese ist derzeit im Ausstellungsraum des Vogel- und Naturschutztierparks im Herborner Stadtteil Uckersdorf Herborn zu sehen.
Bei der Eröffnung der Ausstellung am 27. Oktober betonten Ursula Schäfer, Naturschutzpreisträgerin des Lahn-Dill-Kreises 2011, ebenso wie Helmut Nix, der sich mit seinen 76 Lenzen noch vorbildlich im Naturschutz engagiert , wie wichtig es in unserer naturentfremdeten Gesellschaft ist, gerade junge Menschen für die Bedeutung und die Schönheit unserer natürlichen Lebensräume zu begeistern.
Die Ausstellung stellt die Bäume des Jahres von 1989 bis 2011 vor und informiert am Beispiel des hessischen Nationalparks Kellerwald, dessen alte Buchenwälder erst jüngst zum Weltnaturerbe erklärt wurden, die Bedeutung des Waldes für die biologische Vielfalt ebenso wie für uns Menschen. Immerhin prägt der Wald ganze Landschaften, gibt zahlreichen Tieren und Pflanzen einen Lebensraum, schützt Klima, Wasser und Boden, liefert uns Menschen den umweltfreundlichen, nachwachsenden Rohstoff Holz, gibt uns Arbeit, Erholung und Naturerleben und ist Teil unserer Mythen und Märchen.
Die Herborner Fledermausexpertin Ursula Schäfer führt beispielhaft die seltene, aber auch bei uns dank des Waldreichtums noch vorkommende Bechsteinfledermaus als einen Anzeiger für intakte, naturnahe Wälder ebenso an wie Wildkatze, Luchs, Uhu und Schwarzstorch, die bei uns dank einer naturnäheren Waldbewirtschaftung wieder heimisch werden.
Vogelparkleiter Wolfgang Rades betont die große Bedeutung, die der von der deutschen Forstwirtschaft geprägte Begriff der nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen für das langfristige Überleben von Mensch und Natur hat. „Dabei ist es natürlich von großer Bedeutung, dass unter dem Begriff der Nachhaltigkeit kein Etikettenschindel betrieben und kein von der Kurzsichtigkeit und vom Egoismus einzelner hervorgerufener Raubbau betrieben wird“, betont der Diplom-Biologe.
Schon die Schönheit der Landschaft im Naturpark Lahn-Dill-Bergland sowie im benachbarten Westerwald und Rothaargebirge und der dadurch begünstigte, auch wirtschaftlich zunehmend an Bedeutung gewinnende, sanfte Tourismus zeige, wie wichtig eine extensive und naturschonende Nutzung unserer Natur sei.
Rades: „Schaut man in den benachbarten Kellerwald, so ist es bezeichnend, dass dort große Teile der Bevölkerung sich seinerzeit gegen die Einführung des Nationalparks ausgesprochen haben. Heute will angesichts der wirtschaftlichen Vorteile für die Region keiner der damaligen Nationalparkgegner mehr etwas von seiner vormaligen Skepsis wissen!“
Helmut Nix, der als ehemaliger Vorsitzender der NABU-Gruppe Niederscheld viele Jahre lang einer der rührigsten regionalen Naturschutzgruppen vorstand, hat in seiner Ausstellung viele Besonderheiten des Nationalparks Kellerwald und der charakteristischen Waldbäume illustriert. Seine Ausstellung „Wälder für Menschen“ wird bis zum Ende der diesjährigen Vogelparksaison und somit bis zum Einbruch dauerhaft harter winterlicher Witterung mit Eis und Schnee in Herborn zu sehen sein.
Der Vogelpark Herborn ist aktuell täglich von 9.30 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit 19.00 Uhr geöffnet. Letzter Einlass ist eine Stunde zuvor. Nicht zuletzt um seinen Publikumslieblingen um Molukkenkakadu „Coco“, Familie „Erdmann“ und Co. bis zum Wintereinbruch noch möglichst viel Abwechslung durch die Besuche von großen und kleinen Tierfreunden zu gönnen, hofft das Vogelparkteam, dass der harte Winter noch möglichst lange auf sich warten lässt.
(c) Foto: Vogelpark
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