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Dr. Peter Dollinger zu Gast in Herborn

Montag, den 18. Mai 2009 um 08:07 Uhr

Dr. Peter DollingerMit Dr. Peter Dollinger besuchte jetzt ein renommierter Zoo –Experte aus der Schweiz den Vogelpark in Herborn-Uckersdorf. Bis Ende 2008 war Peter Dollinger der Präsident der Welt-Zoo-Organisation WAZA mit Sitz in Bern. Seit diesem Jahr ist der Schweizer als Geschäftsführer des Verbandes Deutscher Zoodirektoren VDZ tätig

Zum Herborner Vogelpark und dessen Leiter Wolfgang Rades bestehen nicht zuletzt durch das Engagement des Vogelparkteams im von der WAZA koordinierten Artenschutzprojekt „Amphibienarche“ gute Kontakte. Jetzt nutzte der im Naturschutz stark engagierte Peter Dollinger die Rückfahrt von einer Beiratssitzung der Stiftung Artenschutz in Bielefeld zu einem Besuch in Herborn, wo er sich von Geschäftsführer Jörg Kring und Parkleiter Rades den Vogelpark zeigen ließ. .

Der Zoo-Experte zeigte sich von Herborns Naturerlebniszentrum, das in Fachkreisen als eine Perle unter den kleineren Tiergärten gilt, sehr angetan. Besonders imponierte ihm die Naturnähe der in eine herrliche Mittelgebirgslandschaft eingebetteten Volieren und Gehege, und auch das Konzept des Vogelparks, neben den im Mittelpunkt stehenden Vögeln auch weitere Vertreter des Tierreichs wie kleinere Säugetiere, Kriechtiere und Lurche zu zeigen.

Wenig Verständnis hatte der Schweizer Zoofachmann allerdings dafür, dass das Land Hessen das Potenzial des Herborner Vogelparks als außerschulischer Naturschutzlernort nicht stärker unterstützt. Immerhin habe Deutschland völkerrechtlich verbindlich das Abkommen über den Schutz der Biologischen Vielfalt ebenso unterzeichnet wie die Agenda 21, die den Zoologischen Gärten einen besonderen Wert im Bereich der Umweltbildung zuschreibt.

Besonders vor dem Hintergrund der PISA – Studie wie auch der ökologischen Probleme auf unserer Erde müssten die Möglichkeiten der Bildungsarbeit in Herborns Vogelpark nach Auffassung von Dollinger noch viel mehr, insbesondere durch den Aufbau einer Zooschule, gestärkt werden.
Ein Tiergarten von der Qualität des Herborner Vogelparks sei heute in erster Linie eine kulturelle und keine reine Freizeiteinrichtung mehr.

Das Vogelparkteam wird die Anregungen Dollingers natürlich in die aktuellen Erweiterungsplanungen für das Herborner Naturerlebniszentrum einfließen lassen.
 

Ausstellung mit Gemälden von Heinrich Gail verlängert

Dienstag, den 12. Mai 2009 um 15:00 Uhr

Heinrich GailSeit dem 8. März zeigt der Vogelpark in Herborn-Uckersdorf im Ausstellungsraum des Eingangsgebäudes Gemälde mit Vogel-, Blumen- und Landschaftsmotiven unserer so reizvollen Region. Aufgrund der positiven Resonanz bei zahlreichen Parkbesuchern wird die Dauer dieser Ausstellung des Uckersdorfer Künstlers Heinrich Gail bis zur ersten Juniwoche verlängert. Ab dem 7. Juni soll sie dann von einer Amphibienausstellung abgelöst werden, die derzeit im Rahmen der Aktion „Jugend schützt unsere Zukunft“ von der Arbeitsgruppe für Biologiedidaktik der Universität Gießen um Professor Hans-Peter Ziemek erstellt wird.

Auch im Tierbestand des Vogelparks gibt es neues: Neben zahlreichen Nachzuchten, unter anderem bei Weißstorch, Teichhuhn und der seltenen Rotbrustkrontaube, erhielt der Bestand des familienfreundlichen Herborner Naturerlebniszentrum jetzt auch Zuwachs durch ein Weibchen des Grünflügel- oder Dunkelroten Aras, so dass Aramännchen „Robbie“ jetzt nicht mehr so intensiv mit der Gelbbrustaradame „Rickie“ flirten muss.

Weitere Informationen gibt es unter der Rufnummer 02772/42522 oder auf der Homepage des Vogelparks www.vogelpark-herborn.de.
 

Schlangen stehen unter Naturschutz!

Dienstag, den 05. Mai 2009 um 09:05 Uhr

SchlangeDerzeit häufen sich bei der schönen Frühjahrswitterung wieder im Vogelpark Herborn und sogar bei der Polizei die Anrufe von Bürgern, die in ihrem Garten, zumeist in Ortsrandlage, eine Schlange beobachten.

Wie der Vogelpark hierzu mitteilt, geben solche Beobachtungen keinen Grund zur Beunruhigung, denn zumeist handelt es sich dabei um die einheimische, bis 1,50 m lange und völlig harmlose Ringelnatter. Vogelparkleiter Wolfgang Rades hat seine Biologie-Diplomarbeit über die heimischen Kriechtiere und Lurche geschrieben und erläutert, dass die zumeist an den gelblichen Halbmondflecken am Hinterkopf gut erkennbaren grünlichen, grauen oder auch schwarzen Wassernattern auch abseits der natürlichen Gewässer auftreten und sich an Gartenteichen auf die Jagd nach Fröschen oder Kaulquappen machen können. In den Gärten suchen die unter Naturschutz stehenden hübschen Schlangen häufig den Komposthaufen auf. Dort legen die weiblichen Ringelnattern in den Sommermonaten ihre bis zu 50 Eier ab, um sie durch die Gärungswärme ausbrüten zu lassen.

Das Vogelparkteam bittet die Bürger darum, die im Lahn - Dillgebiet, wie auch im Westerwald und im Rothaargebirge glücklicherweise noch recht verbreitete, bei genauem Hinsehen durchaus aparte und völlig ungiftige Schlange nicht unnötig zu beunruhigen. Rades: „Die Beobachtung der Tiere im Garten ist eigentlich ein schönes Erlebnis und zeigt an, dass die Natur im Umland noch einigermaßen intakt ist!“

Bürgern, die dennoch eine, wenn auch hierzulande unbegründete Angst vor Schlangen haben, empfiehlt der Biologe, einen Bogen um die recht scheuen Nattern zu machen, die sich meistens bereits bei der kleinsten Bodenerschütterung, etwa durch menschliche Schritte, zurückziehen.

Eine weitere bei uns noch verbreitete, jedoch seltenere Schlange ist die ebenfalls ungiftige graue bis bräunliche Schling- oder Glattnatter. Sie wird aufgrund ihrer an das Zickzackband der bei uns nicht vorkommenden Kreuzotter erinnernden Rückenzeichnung bisweilen mit dieser verwechselt. Die Kreuzotter ist die einzige heimische Giftschlange und kommt in unserer Region nicht vor. Zudem ist das Gift der Kreuzotter relativ schwach und hat bei ärztlicher Behandlung zumindest in den letzten Jahrzehnten nicht zu Todesfällen geführt.

Nur ausnahmsweise kann es sich bei einer beobachteten Schlange auch um ein bei einem Terrarianer ausgerissenes exotisches Tier handeln. Dies ist jedoch sehr unwahrscheinlich. Im Zweifelsfall empfiehlt der Vogelparkleiter, die Schlange zu fotografieren und das Bild zur Bestimmung digital an die E-Mail - Adresse Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. zu senden.

Leider ist es in unserer naturentfremdeten Bevölkerung viel zu wenig bekannt, dass es bei uns auch heimische Schlangen gibt. Umso wichtiger ist die Aufklärung im naturkundlichen Unterricht der Schulen. Der Herborner Vogelpark, der eng mit dem Team des Instituts für Biologiedidaktik der Universität Gießen um Professor Hans–Peter Ziemek zusammen arbeitet, lädt die Schulen und Kindergärten sowie auch Familien und Einzelbesucher dazu ein, verstärkt von seinen Möglichkeiten als außerschulischer Lernort und Naturerlebniszentrum Gebrauch zu machen.

Wesentlicher Bestandteil dabei ist neben ausführlichen Informationstafeln auch die Präsentation heimischer Schlangen in einem Freilandterrarium und nicht zuletzt die zweimal täglich um 11.30 und 15.00 Uhr kostenlos angebotenen Führungen „Mit dem Tierpfleger unterwegs“. Bei rechtzeitiger Anmeldung kann diese Führung für Gruppen auch zu anderen Zeiten angeboten werden.

Nähere Auskünfte gibt es unter Telefon 02772/42522 oder im Internet unter www.vogelpark-herborn.de.
 

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