Zusammenarbeit für biologische Vielfalt
Mittwoch, den 31. März 2010 um 08:09 Uhr
Herborn/Wetzlar. Zur Stärkung der Öffentlichkeitsarbeit im Natur- und Artenschutz vereinbarten der NABU Hessen und der Vogelpark Herborn eine engere Kooperation. „Im Jahr der Biologischen Vielfalt wollen wir unsere Zusammenarbeit intensivieren, um den Menschen die Bedeutung der Artenvielfalt näher zu bringen“, freuten sich Hartmut Mai, Landesgeschäftsführer des NABU Hessen und Wolfgang Rades, Leiter des Vogelparks, über den Kooperationsvertrag. Im Mittelpunkt der Vereinbarung, die vom Aufsichtsratsvorsitzenden des Vogelparks, dem Herborner Bürgermeister Hans Benner, begrüßt wurde, steht die Verbesserung der Werbung für die biologische Vielfalt. „Mit der Entwicklungsperspektive hin zu einem Naturerlebnis-Zentrum und außerschulischen Lernort für den Artenschutz ist der Vogelpark Herborn für den NABU ein interessanter Partner“, erklärte Mai. Deshalb wolle der NABU Hessen seine über 40.000 Mitglieder künftig verstärkt auf die Angebote des Vogelparks hinweisen. Im Gegenzug gebe es für NABU-Mitglieder eine Ermäßigung von 20 % beim Eintritt. Für Kinder und Familien betrage der Rabatt sogar 25%. „Der Vogelpark ist eine Schnittstelle zwischen heimischem und internationalem Artenschutz“, machte Rades die Bedeutung der Einrichtung für die Bildungsarbeit deutlich. Der Besucher könne Vögel aus aller Welt wie Papagei, Ibis, Satyrtragopan und Beo erleben, aber auch heimische Arten wie Uhu, Weißstorch, Laubfrosch, Gelbbauchunke, Sumpfschildkröte, Ringel- und Würfelnatter. Ein aktuelles Naturschutzprojekt befasse sich mit dem Haselhuhn.
Der Kooperationsvertrag zwischen NABU Hessen und Vogelpark setzt eine Tradition guter Zusammenarbeit fort. Schon vor einigen Jahren hatten beide Partner einen gemeinsamen Spendentrichter im Vogelpark aufgestellt, mit dem Geld für regionale Naturschutzprojekte gesammelt wird.
Vielfältige Aktionen im „Internationalen Jahr der Biodiversität“
Dienstag, den 23. März 2010 um 15:57 Uhr
Die UNO hat das Jahr 2010 zum «Internationalen Jahr der Biologischen Vielfalt» erklärt. Der Vogelpark Herborn nimmt dies zum Anlass, in diesem Frühjahr eine Zooschule zu gründen, um seine Funktion als außerschulischer Lernort zu verbessern (wir berichteten). Schüler aller Altersstufen, aber auch Kindergartenkinder und andere Besuchergruppen sollen künftig in der neuen Zooschule des Vogelparks besonders anschaulich über die Bedeutung der Biodiversität informiert werden.Um auch Einzelbesuchern die Bedeutung der biologischen Vielfalt zu vermitteln, bietet das Vogelparkteam schon seit längerem mit sehr positiver Resonanz zwei mal täglich um 11.30 und 15.00 Uhr die Führung „Mit dem Tierpfleger unterwegs“ an. Darüber hinaus machen die Vogelparkbiologen – Zoopädagogin Christin Dederich und Parkleiter Wolfgang Rades – ebenso wie die Aktiven des Vogelparkvereins und anderer kooperierender Vereine und Institutionen im Rahmen des soeben erschienenen diesjährigen Veranstaltungsprogramms mit verschiedenen Aktionen auf die Bedeutung der biologischen Vielfalt aufmerksam.
„Oftmals wird biologische Vielfalt mit Artenvielfalt gleichgesetzt“, erläutert Christin Dederich und betont, dass zur Biodiversität darüber hinaus auch die Vielfalt der Ökosysteme und die genetische Vielfalt innerhalb einer Art zählen, die allesamt als natürliche Lebensgrundlagen auch für den Menschen von enormer Bedeutung sind.
Im Blickpunkt verschiedener Aktionstage des Veranstaltungsprogramms des Vogelparks stehen verschiedene Tiergruppen, von den Singvögeln, den Störchen, dem heimlichen Haselhuhn oder dem Kormoran als Vogel des Jahres über Spinnen, Fledermäuse, Kriechtiere und Lurche, aber natürlich auch Vertreter des Pflanzenreichs. Die Vielfalt näher vorgestellter Lebensräume reicht vom naturnahen Garten bis zu den Haubergen und von jagdlich genutzten Wäldern bis zu aquatischen Ökosystemen.
Hit-Radio FFH berichtet über Frühlingsgefühle in der Tierwelt aus dem Vogelpark Herborn
Donnerstag, den 18. März 2010 um 11:59 Uhr
Endlich lacht auch über dem Vogelpark in Herborner Stadtteil Uckersdorf wieder die Frühlingssonne. Die Störche klappern schon um die Wette, die ersten Grasfrösche und Erdkröten suchen die Teiche des Vogelparks zum Ablaichen auf, die Schneeeulen Hedwig und Merlin turteln verliebt – und werden aggressiv gegen ihre Pfleger, die Papageien und Sittiche schnäbeln lebhaft und beginnen sich zeitweise dezent in ihre Separées in Form ihrer Nistkästen zurückzuziehen. Die ersten Hummelköniginnen suchen Aphrodisiaka in Form von Mäuse-Urin. Und es soll auch schon mal vorkommen, dass ein verliebter Erdkrötenmann die Schnauze eines Koikarpfens bespringt.So viele Frühlingsgefühle - übrigens offensichtlich auch bei einigen turtelnden menschlichen Vogelparkbesuchern – da darf auch HIT-Radio FFH nicht fehlen. FFH- Reporterin Judith Kolb weilte jetzt in Herborns familienfreundlichem Naturerlebniszentrum und berichtet mit Vogelparkleiter Wolfgang Rades in einer kurzen Reportage über die Frühlingsgefühle der tierischen Bewohner des Vogelparks. Ausgestrahlt wird der Beitrag in den nächsten Tagen.
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