Erlebnisreiche Fahrt in die ZOOM-Erlebniswelt Gelsenkirchen
Donnerstag, den 19. Mai 2011 um 07:51 Uhr
Trotz tropischer Temperaturen begeistert waren zahlreiche junge und alte Tierfreunde aus Herborn und Umgebung, die vor kurzem mit Herborns Vogelparkleiter Wolfgang Rades und mit Vogelparkvereinsmitglied Carsten Bräunche mit einem Reisebus der Fa. Welsch-Reisen die ZOOM-Erlebniswelt in Gelsenkirchen zu einer Reise um die Welt in wenigen Stunden aufsuchten.
Der Erlebnischarakter der großen naturnahen Gehege der Parkteile Afrika, Asien und Alaska lies keinerlei Langeweile aufkommen. Ein besonderer Höhepunkt für die Expeditionsteilnehmer aus Mittelhessen war die exklusive Möglichkeit, die riesigen Kodiakbären im Parkteil Alaska mit Äpfeln und anderen Leckerbissen zu verwöhnen.
Schon jetzt dürfen sich Naturfreunde den Himmelfahrtstag, Donnerstag, den 2. Juni vormerken. Dann steht eine Tour in den Naturzoo Rheine an. Dieser ist zwar flächenmäßig wesentlich kleiner als die ZOOM-Erlebniswelt, dafür aber – getreu seinem Namen - nicht minder reizvoll. Sicherlich werden Storchenfreunde angesichts der riesigen Kolonie frei fliegender Weißstörche und artenreicher Feuchtgebiete in Rheine ebenso auf ihre Kosten kommen wie die Freunde exotischerer Tierarten .
Auch im Naturzoo Rheine wird zwanglos eine tiergartenbiologische Führung mit der Möglichkeit, an einigen ausgesuchten Stellen einen Blick hinter die Kulissen zu werfen, angeboten. Und natürlich gibt es auch genügend Gelegenheit, den außergewöhnlich attraktiven Naturzoo auf eigene Faust zu erkunden.
(c) Foto: Vogelpark Herborn
Der Vogelpark und Partner laden für Sonntag zum Tag des naturnahen Gartens mit Pflanzenbörse ein:
Dienstag, den 10. Mai 2011 um 08:35 Uhr
Für Gartenbesitzer bietet der Vogelpark Herborn am kommenden Sonntag, den 15. Mai, einen weiteren Anreiz für einen Besuch des zu dieser Jahreszeit besonders attraktiven Naturerlebniszentrums:
Denn von 10.00 bis 16.00 Uhr richtet der Vogelparkverein gemeinsam mit den Freunden der Flora Herbornensis und dem Förderverein für Landschaftspflege und Kultur des hessischen Westerwaldes den traditionellen Tag des naturnahen Gartens mit einer Pflanzenbörse aus. Gartenfreunde können dann attraktive Stauden und andere Pflanzen gegen ihre Mitbringsel eintauschen oder auch günstig erstehen.
Erstmals erhalten zudem Hobbygärtner bei dieser beliebten Veranstaltung die Gelegenheit, ihre überzähligen Gartenpflanzen den Vogelparkbesuchern auch zum Verkauf anzubieten. Der Erwerb einer Tageseintrittskarte ist einzige Voraussetzung dafür. Natürlich wird aus organisatorischen Gründen um eine telefonische (02772/42522) oder besser noch schriftliche Anmeldung per Email ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ) gebeten.
Auch steht an diesem Tag des naturnahen Gartens der Gartenexperte des Vogelparkvereins, der Lahnauer Gartenbautechniker Dirk Behnert, zur Beantwortung von Fragen rund um den naturnahen Garten zur Verfügung.
Der Vogelpark Herborn ist täglich von 9.30 bis 19.00 Uhr geöffnet (Einlass bis 18.00 Uhr). Der Eintrittspreis beträgt € 5,00 für Erwachsene, € 2,00 für Kinder, € 4,00 für Ermäßigte und € 12,00 für Familien.
(c) Foto: Koch
Unverletzte Jungtiere am Fundort belassen – in der Regel sind sie nicht verlassen!
Dienstag, den 10. Mai 2011 um 08:31 Uhr
Vielfach stellt sich im Wonnemonat Mai in der Natur und auch in den Gehegen des Vogelparks im Herborner Stadtteil Uckersdorf Nachwuchs ein. Aktuell stehen in Herborns Naturerlebniszentrum besonders die zierlichen Teichhuhnküken, die am Biotopteich für die Europäischen Sumpfschildkröten sogar diesen seltenen Reptilien deutlich den Rang ablaufen, im Blickpunkt.
Doch leider hält einmal mehr auch das Familienleben in der Natur das Vogelparkteam, stark in Atem. Denn jetzt häufen sich wieder die Fälle, in denen nur scheinbar verlassene Jungtiere von Tierfreunden in falsch verstandener Tierliebe aufgegriffen werden, um sie von Hand großzuziehen.
Nach Mitteilung von Vogelparkleiter Wolfgang Rades ist es auch im Interesse der Tiere grundsätzlich erforderlich, unverletzte Jungtiere am Fundort zu belassen. Denn wie der Biologe betont, handelt es sich bei den scheinbar hilflosen Jungtieren zumeist gar nicht um Waisen. Dies gilt unter den Säugetieren zum Beispiel für Rehkitze oder junge Feldhasen, die von ihrer Mutter nur abgelegt werden, um sie einige Male am Tag oder auch in der Nacht zum Säugen aufzusuchen.
Auch in der Vogelwelt kommt es häufig vor, dass noch kleine, aber schon befiederte Jungvögel, z. B. Eulen oder auch Singvögel, ihr Nest vorzeitig verlassen. Als so genannte „Ästlinge“ stehen diese oft noch nicht flugfähigen Jungen dann im Astwerk oder auch auf einer Wiese sitzend durch Bettelrufe mit ihren Eltern in Verbindung, und werden von diesen auch außerhalb des Nests weiter versorgt.. Solche Jungvögel, die keine menschliche Hilfe benötigen, aufzugreifen und somit quasi zu „kidnappen“, ist deswegen falsch verstandene Tierliebe.
Allerdings sollten Tierfreunde in den Fällen, in denen der Aufenthaltsort eines Jungvogels an einem kritischen Platz, etwa direkt an einer stark befahrenen Straße oder auf einem Kinderspielplatz ist, helfend eingreifen, aber natürlich mit Augenmaß! Das Vogelparkteam empfiehlt in diesen Fällen den Jungvogel in einigen Metern Entfernung an eine geschützte Stelle, zum Beispiel in eine Hecke oder unter ein Gebüsch, umzusetzen.
Noch nackte Jungvögel sollten hingegen möglichst vorsichtig ins Nest zurückgesetzt werden. Bei Vögeln ist das nach Mitteilung des Herborner Biologen unproblematisch, da sich die Vogeleltern im Gegensatz zu Säugetieren nicht am menschlichen Geruch stören. Dringend rät der Experte davon ab, Jungtiere zur Handaufzucht mitzunehmen.
Denn von Hand aufgezogene Jungtiere haben selbst bei fachgerechter Pflege sehr viel schlechtere Überlebenschancen als die in der Natur aufgewachsenen.
Wie Wolfgang Rades weiter mitteilt, erlaubt das Bundesnaturschutzgesetz die vorübergehende Aufnahme von Jungtieren wildlebender Arten nur dann, wenn sie verletzt oder krank und somit wirklich hilflos sind.
In Zweifelsfällen empfiehlt es sich, telefonische Auskünfte bei der Unteren Naturschutzbehörde der Kreisverwaltung (im Lahn-Dill-Kreis Tel. 06441/4071831), der Vogelklinik Gießen (Tel. 0641/9938432), der Staatlichen Vogelschutzwarte in Frankfurt (Tel. 069/420105-0), der örtlichen NABU-Gruppe (beispielsweise unterhält der NABU in Solms-Oberbiel eine kleine Auffangstation) oder im Vogelpark Herborn (Tel. 02772/42522) einzuholen.
Weiterhin betont der Vogelparkleiter, dass die Einrichtung nicht alle pflegebedürftigen Vögel aufnehmen kann. Rades: „Dies hat neben den begrenzten Kapazitäten im Vogelpark auch hygienische Gründe. Denn es gilt, ein Infektionsrisiko für den kostbaren Vogelbestand unseres Parks auszuschließen. Deswegen können wir uns nicht um die häufigen Arten wie Singvögel, Mauersegler, Tauben oder Enten kümmern!“
Folglich nimmt der Vogelpark Herborn in seiner kleinen Auffangstation nur Vertreter der selteneren Arten wie Greifvögel, Eulen, Störche, Kraniche, Reiher, Taucher oder Eisvögel auf.
Im Gegensatz zu anderen Bundesländern wird die Arbeit von Wildvogelpflegestationen in Hessen leider nicht vom Land bezuschusst. Deswegen ist der Vogelpark Herborn aufgrund der - übrigens freiwillig - erfolgenden Übernahme der Aufgaben einer Wildvogelpflegestation natürlich froh über jede finanzielle Unterstützung, sei es durch die Übernahme einer Patenschaft oder auch „nur“ durch die Eintrittsgelder der in diesem Mai hoffentlich besonders zahlreichen Vogelparkbesucher.
Aktuell wird im Vogelpark neben einem geschwächt aufgegriffenen Uhu ein besonders heller Mäusebussard gepflegt. Unbekannte Täter hatten diesen Greifvogel offensichtlich durch Stutzen der Schwungfedern flugunfähig gemacht. Halb verhungert wurde der hilflose Bussard, der sich zuletzt seinem Gewölle zufolge als Fußgänger nur noch von Mistkäfern ernährt hatte, von Naturfreunden im Wald bei Kölschhausen aufgegriffen. Rades: „Es ist unbegreiflich, was manche Mitmenschen der Tierwelt antun!“
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