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Der Erdmännchen- Nachwuchs begeistert zahlreiche Besucher

altVergangenes Wochenende fand mit bemerkenswert positiver Resonanz der diesjährige Zootag im Vogel- und Naturschutztierpark Herborn statt. Die schöne frühherbstliche Witterung, die attraktiven Aktionen und Informationen des Vogelparkteams rund um die Beutegreifer Uhu, Wildkatze, Pythonschlange und Erdmännchen sowie nicht zuletzt die Aussichten auf die ersten Beobachtungen des Mitte September geborenen Nachwuchses bei „Familie Erdmann“ ließen am Wochenende mehr als 2.000 Besucher die Tore von Herborns beliebtem Naturerlebniszentrum passieren.

Vogelparkleiter Wolfgang Rades hatte vor Wochenfrist die Hoffnung ausgesprochen, dass die Jungtiere der possierlichen südafrikanischen Schleichkatzen schon am Zootagswochenende zu sehen sein könnten. Und der Biologe sollte Recht behalten: In unregelmäßigen Abständen sind seit dem 1. Oktober in dem 70 Quadratmeter großen Kalahari-Ausschnitt im Vogelpark zwei noch recht tollpatschige und allenfalls leberwurstgroße junge Erdmännchen zu beobachten. Diese werden bei ihren noch recht kurzen Ausflügen auf Schritt und Tritt von Mama „Snoopy“,  Papa „Hugo“ (beide dreijährig) und ganz besonders auch dem mit fast zehn Jahren schon recht betagten Onkel „Stevie“ aufmerksam begleitet.

Angesichts der bekannten perfekten Teamarbeit bei „Familie Erdmann“ überrascht dies keineswegs. Wolfgang Rades betont denn auch, dass es die Erdmännchen höchst eindrucksvoll verstehen, in den Wüsten des südlichen Afrika den Widrigkeiten wie extremer Dürre, nächtlicher Kälte, sintflutartigen Regenfällen und den Bedrohungen durch größere Raubtiere und Greifvögel zu trotzen. Biologe Rades: „Es wäre sehr zu wünschen, wenn sich die eine oder andere menschliche Familie an diesem vorbildlichen Sozialverhalten der Erdmännchen ein Beispiel nehmen würde! Die possierlichen Erdmännchen bieten uns damit durchaus so etwas wie einen Gegenentwurf zur Ich-Bezogenheit unserer menschlichen Gesellschaft!“

Dafür, dass den kleinen Erdmännchen die jetzt bei uns einsetzende herbstliche Witterung nicht allzu sehr zu schaffen macht, sorgen mehrere im Gehege verteilte Wärmestrahler ebenso wie ein geräumiges Schutzhaus, während in den unterirdischen Bauten die erwachsenen Tiere die Kleinen wärmen.

Natur- und Tierfreunde, die das Familienleben der „Erdmanns“ sowie weitere etwa 300 Tiere in über 70 Arten beobachten möchten, haben dazu in Herborns Vogelpark noch bis in den November hinein Gelegenheit. Und natürlich steigen mit jedem Tag, den die kleinen Erdmännchen älter werden, die Möglichkeiten, sie voller Tatendrang in ihrem geräumigen Gehege beobachten zu können.

Der Vogel- und Naturschutztierpark Herborn ist auch in diesem Herbst bis zum Eintritt dauerhafter winterlicher Witterung täglich von 9.30 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit geöffnet. Letzter Einlass ist bis eine Stunde zuvor.

(c) Foto: Vogelpark Herborn - Sarah Grasse