Zootag im Vogelpark Herborn am Sonntag, den 2. Oktober, mit Informationen zum Thema „Erdmännchen und andere Beutegreifer“
Montag, den 19. September 2011 um 15:20 Uhr
Einen Ausflug in die Welt der zu Unrecht nur allzu oft als „Raubtiere“ verrufenen Beutegreifer bietet der Vogel- und Naturschutztierpark Herborn im Rahmen des bundesweit veranstalteten Zootags am Sonntag, den 2. Oktober, von 11.00 bis 17.00 Uhr an.
Im Mittelpunkt des diesjährigen Zootags, dessen Ausrichtung in Herborn ursprünglich für den 25. September vorgesehen war, und der umständehalber auf den ersten Sonntag im Oktober verlegt werden muss, stehen die südafrikanischen Erdmännchen. Weiterhin stehen deren gefährdete mitteleuropäische Verwandten, die Wildkatze und der Luchs (die in nicht allzu ferner Zukunft ebenfalls im Vogel- und Naturschutztierpark Herborn gezeigt werden sollen), wie auch der Uhu als weltweit größte Eule und als besonders eindrucksvoller Charaktervogel unserer Region im Blickpunkt des Zootags.
Die ursprünglich für den diesjährigen Zootag mit verschiedenen Partnern vorgesehene Pflanzenbörse muss diesmal leider umständehalber entfallen.. Allerdings soll es zumindest für Gartenteichliebhaber die Möglichkeit geben, am 2. Oktober im Herborner Vogelpark für eine kleine Spende Ableger von Teichpflanzen zu erstehen.
Wie Vogelparkleiter Wolfgang Rades betont, wird der Ausflug in die Welt der Beutegreifer die Natur- und Tierfreunde aus Mittelhessen und aus dem benachbarten Nordrhein-Westfalen und aus Rheinland-Pfalz dafür sicherlich mehr als entschädigen.
Zum einen wird den Besuchern am Zootag im Rahmen verschiedener Naturerfahrungsspiele die neue, vom BUND zur Verfügung gestellte „Biodiversitätskiste Wildkatze“ vorgestellt (wir berichteten). Und natürlich dürfen nähere Informationen zu den mitteleuropäischen Beutegreifern Luchs, Wildkatze und Luchs nicht fehlen. Zudem wird das Vogelparkteam interessante Einblicke in die Welt der neuen Publikumslieblinge des familienfreundlichen Naturerlebniszentrums, der Erdmännchen, geben.
Tiergartenbiologe Wolfgang Rades hebt die perfekte Teamarbeit der possierlichen Schleichkatzen hervor: „Erdmännchen verstehen es höchst eindrucksvoll, im südlichen Afrika den Widrigkeiten wie extremer Dürre, sintflutartigen Regenfällen und den Bedrohungen durch größere Raubtiere und Greifvögel zu trotzen. Sie bieten somit durchaus so etwas wie einen Gegenentwurf zur Ich-Bezogenheit unserer menschlichen Gesellschaft!“
Insbesondere aber spielen die Erdmännchen in Herborns Naturerlebniszentrum eine wichtige Rolle als Sympathieträger für die Gruppe der Beutegreifer ebenso wie als Botschafter für die internationale Bedeutung des Naturschutzes. Vor diesem Hintergrund erhoffen sich die Verantwortlichen des Vogel- und Naturschutztierparks Herborn auch beim Zootag am
2. Oktober einen guten Besucherzuspruch. Wie beliebt Herborns familienfreundliches Naturerlebniszentrums in der Bevölkerung ist, dokumentieren die trotz zahlreicher verregneter Wochenendtage mehr als 36.000 Besucher, die bislang schon seine Tore passiert haben.
(c) Foto: Prof. Dr. Hans-Peter Ziemek
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